Aug 18
Re: Linux ist gut fuer Server, was bietet aber Linux im “Produktiv”-Bereich? - Sun gibt eigenes Linux-Desktopsystem off…
linuxnux hat doch einige schwere Nachteile!
Natürlich.
> 1. Keine Standard-Applikationen die in der Firmenwelt benötigt
> werden,
> Ich meine nicht Office da gibt es ja Alternativen
> Wie sieht es aber aus mit Photoshop, Dreamweaver, Indesign, Quark,
> Avid o. Final Cut Pro, Logic Audio, Cubase etc.)
> Das sind alles Programme die in der Medienproduktion unabdingbar
> sind.
Aha, und die Medienproduktion ist also die “Firmenwelt”. Interessante
Form von selektiver Wahrnehmung, die Du da hast. Was glaubst Du,
wieviel % der in Firmen eingesetzten Rechner das von Dir hier
skizzierte Anwendungsprofil haben? 0,1%? 0,05%?
Das Gros der Rechner in Firmen erledigt ganz banale Dinge wie
Buchhaltung, Verwaltung, Kundendatenbanken. An der Front ist Linux
inzwischen sehr gut aufgestellt, zumal die wirklich wichtigen Sachen
eh meist auf Individualsoftware basieren, die man dank verfügbarer
Sourcen portieren kann.
> 2. Linux hat keine einheitliche GUI was aber unabdingbar in einer
> Produktiv-Umgebung ist!
Niemand hindert eine Firma daran, sich in ihrer Produktiv-Umgebung
für eine der verschiedenen GUIs zu entscheiden. Man kann sogar eine
ganz eigene aufbauen, wenn man das möchte. Die ist dann einheitlich
in der gesamten Firmenumgebung.
Wo also ist das Problem?
> 3. Linux ist immer noch “relativ” umständlich zu installieren.
Also für eine Installation eines Arbeitsplatzrechners unter Windows
muß ich derzeit inclusive Anwendungssoftware (Office-Paket, E-Mail,
Browser, Bildbearbeitung usw.), Sicherheitsupdates und Konfiguration
locker einen Tag Zeit einkalkulieren. Vergleichbare Funktionalität
erhalte ich mit Debian in weniger als 3 Stunden, für 1/5 des Preises.
Gleichzeitig habe ich anschließend eine Quelle für Updates und muß
nicht Betriebssystem, Office-Paket, Datenbank und Bildbearbeitung
jeweils getrennt verfolgen.
> 4. Die Treibersituation ist teilweise “katastrophal”
In Firmen irrelevant, da man dort gezielt einkauft. Man bestimmt die
Aufgabe, die der Rechnerbenutzer lösen soll, dann die Anwendungen,
die er dazu braucht, danach die Plattform und zum Schluß die
benötigte Hardware. Andersrum ist Bastelei.
> Ich möchte bewußt ein Betriebssystem als Konkurrent ins Auge fassen
> was mir vor kurzem aufgefallen ist. Mac OS X ja richtig das Unix
> basierte Betriebssystem von Apple.
Mac OS X basiert nicht auf UNIX, sondern lediglich auf einem
Darwin-Mikrokern, der unter Anderem auch in diversen Unix-Systemen
zum Einsatz kommt. Schon die Userland-Tools sind komplett was
anderes. Von einem “Unixunterbau” kann man da überhaupt nicht reden,
auch wenn die Mac-Jünger das gerne hätten.
> Also was sich hier anhört wie Apple-Werbung ist lediglich ein
> Erfahrungsbericht von jemanden der bisher Mac OS X nicht kannte und
> der von Apple nur vom hören und sagen gehört hatte.
Hört sich eher an wie ein Fake eines Erfahrungsberichts von einem
bezahlten Apple-Sales-Droiden.