Aug 17

Re: Linux ist gut fuer Server, was bietet aber Linux im “Produktiv”-Bereich? - Sun gibt eigenes Linux-Desktopsystem off…

Category: Allgemein

linux Finde erstaunlich das Linux in letzter Zeit so über den Klee gelobt
> wird.
Klar, ein bisserl ein Hype ist schon dabei…
> Richtig ist das Linux vom Konzept her wie auch auch andere
> Betriebssysteme
> (OS X, Unix, BEOS) besser sind als Windows. (Was nicht besonders
> schwer ist)
ACK
> Linux hat doch einige schwere Nachteile!
> 1. Keine Standard-Applikationen die in der Firmenwelt benötigt
> werden,
Zum Teil sicher richtig, aber ist das ein Grund?
Gut, wenn ich wirklich unbedingt ein ganz spezielles Programm
benötige, das es unter Linux nicht gibt (und das auch nicht unter
Wine o.ä. funzt), bleibt eben nur übrig, die entsprechende Plattform
zu nutzen.
Aber wenn man immer dieser Argumentation folgt, ändert sich nie was.
Denn die Software wird geschrieben/portiert, wenn nur genug Nachfrage
besteht.
> 2. Linux hat keine einheitliche GUI was aber unabdingbar in einer
> Produktiv-Umgebung ist!
Falsch.
Man muß nur festlegen, daß alle in der Firma mit derselben
Ausstattung arbeiten müssen, z.B. bestimmte Version von KDE oder
Gnome oder oder oder…
Und die Linux-Desktops ändern sich nicht bei jeder neue Version so
massiv wie die von Windows.
(Jedesmal finden sich die Einstellungen wo anders….)
> 3. Linux ist immer noch “relativ” umständlich zu installieren.
Nö, ich hatte keinerlei Probleme.
Alles automatisch erkannt, und für den Chipsatz war ein Treiber zu
kriegen, der binnen zwei Minuten drin war. Wo ist da der Umstand?
> 4. Die Treibersituation ist teilweise “katastrophal”
Kommt drauf an.
Ein normaler Arbeitsplatzrechner braucht keine fetten, superneuen
Grakas und was weiß ich nicht alles. Ein solides System mit dem man
einfach nur arbeiten will, kann problemlos aus Komponenten bestehen,
die Linux locker bedient.
Darf man halt keine “Aldi-Rechner” mit dem neuesten Quatsch kaufen,
sondern ein System, das man sich selbst zusammenstellt. Hab ich so
gemacht, für etwas über 600 Euro, und das bietet mir als Entwickler
alles was ich brauche. Da sind die Supermarkt-Mühlen teurer und man
zahlt für sinnlosen Firlefanz.
> Ich möchte bewußt ein Betriebssystem als Konkurrent ins Auge fassen
> was mir vor kurzem aufgefallen ist. Mac OS X ja richtig das Unix
> basierte Betriebssystem von Apple.
Kein Widerspruch hierzu.
Ich hab zwar noch nie mit ‘nem Apple gearbeitet, aber nach allem, was
man hört, sind die Dinger schon recht nett. Also, wenn Dir das besser
taugt, auch recht.
> Nun ich bin nicht der Hardware-Kenner aber ist denn Apple-Hardware
> wirklich so teuer? Klar das die 300-400Euro mehr kosten, man bezahlt
> ja auch für die entsprechende Qualität und den Namen, aber das ist
> bei IBM,Sony etc. auch nicht anders.
Wohl wahr….
Ein Freund von mir hat lange Zeit Apples verkauft, laut dem ist ein
Apple heute eigentlich im Endeffekt kaum noch teurer als ein PC, wenn
man Preis/Leistung sieht.
> Ach ja und zu guter letzt zeigte er mir sogar Spiele auf dem Mac. Es
> gibt Spiele für Macs? Er hat mir UT2003 gezeigt, sowie Ghost Recon
> und noch irgend so ein Strategiespiel.
Was für Arbeits-Rechner natürlich drittrangig ist…
Also, ich als Entwickler weiß so manche Vorteile von Linux (resp.
unixoiden Systemen) schon zu schätzen. Alleine die echten Links sind
für mich immer wieder Gold wert, und die vielen kleinen Tools wie
grep, tail, find usw. brauche ich täglich.
Letzteres gibt’s wohl auch für Windows als Extra-Tools, okay.
Und die Konsole in Windows ist ja wohl auch etwas besser geworden,
aber an die Shells reicht sie noch lange nicht ran.
In die tieferen Schichten brauchen wir nicht gehen, die interessieren
den Bureau-Arbeiter eh nicht.
Bleibt noch Stabilität und Sicherheit. Ein Linux-System ist nicht per
se sicher, aber man kann es wenigstens viel besser absichern als
Windows. Und dafür sollte sich eine Firma halt einen anständigen
Admin leisten, zumindest stundenweise, geht ja auch.
Der kann dann zum Beispiel auch noch remote in einen Rechner, wenn
der Anwender es geschafft hat, die Oberfläche abzuschießen (was ich
schon lange nicht mehr erlebt habe), und das Problem beheben, ohne
Neustart und ohne auch nur den Hintern vom Stuhl zu hieven. ;-) Alles in allem, Linux ist (noch!) nicht für absolut jede Aufgabe
geeignet, aber sicher für den größten Teil gängiger Anforderungen.

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