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Re: Linux ist gut fuer Server, was bietet aber Linux im “Produktiv”-Bereich? - Sun gibt eigenes Linux-Desktopsystem off…

August 17th, 2008 | Category: Allgemein

linux Finde erstaunlich das Linux in letzter Zeit so über den Klee gelobt
> wird.
Klar, ein bisserl ein Hype ist schon dabei…
> Richtig ist das Linux vom Konzept her wie auch auch andere
> Betriebssysteme
> (OS X, Unix, BEOS) besser sind als Windows. (Was nicht besonders
> schwer ist)
ACK
> Linux hat doch einige schwere Nachteile!
> 1. Keine Standard-Applikationen die in der Firmenwelt benötigt
> werden,
Zum Teil sicher richtig, aber ist das ein Grund?
Gut, wenn ich wirklich unbedingt ein ganz spezielles Programm
benötige, das es unter Linux nicht gibt (und das auch nicht unter
Wine o.ä. funzt), bleibt eben nur übrig, die entsprechende Plattform
zu nutzen.
Aber wenn man immer dieser Argumentation folgt, ändert sich nie was.
Denn die Software wird geschrieben/portiert, wenn nur genug Nachfrage
besteht.
> 2. Linux hat keine einheitliche GUI was aber unabdingbar in einer
> Produktiv-Umgebung ist!
Falsch.
Man muß nur festlegen, daß alle in der Firma mit derselben
Ausstattung arbeiten müssen, z.B. bestimmte Version von KDE oder
Gnome oder oder oder…
Und die Linux-Desktops ändern sich nicht bei jeder neue Version so
massiv wie die von Windows.
(Jedesmal finden sich die Einstellungen wo anders….)
> 3. Linux ist immer noch “relativ” umständlich zu installieren.
Nö, ich hatte keinerlei Probleme.
Alles automatisch erkannt, und für den Chipsatz war ein Treiber zu
kriegen, der binnen zwei Minuten drin war. Wo ist da der Umstand?
> 4. Die Treibersituation ist teilweise “katastrophal”
Kommt drauf an.
Ein normaler Arbeitsplatzrechner braucht keine fetten, superneuen
Grakas und was weiß ich nicht alles. Ein solides System mit dem man
einfach nur arbeiten will, kann problemlos aus Komponenten bestehen,
die Linux locker bedient.
Darf man halt keine “Aldi-Rechner” mit dem neuesten Quatsch kaufen,
sondern ein System, das man sich selbst zusammenstellt. Hab ich so
gemacht, für etwas über 600 Euro, und das bietet mir als Entwickler
alles was ich brauche. Da sind die Supermarkt-Mühlen teurer und man
zahlt für sinnlosen Firlefanz.
> Ich möchte bewußt ein Betriebssystem als Konkurrent ins Auge fassen
> was mir vor kurzem aufgefallen ist. Mac OS X ja richtig das Unix
> basierte Betriebssystem von Apple.
Kein Widerspruch hierzu.
Ich hab zwar noch nie mit ‘nem Apple gearbeitet, aber nach allem, was
man hört, sind die Dinger schon recht nett. Also, wenn Dir das besser
taugt, auch recht.
> Nun ich bin nicht der Hardware-Kenner aber ist denn Apple-Hardware
> wirklich so teuer? Klar das die 300-400Euro mehr kosten, man bezahlt
> ja auch für die entsprechende Qualität und den Namen, aber das ist
> bei IBM,Sony etc. auch nicht anders.
Wohl wahr….
Ein Freund von mir hat lange Zeit Apples verkauft, laut dem ist ein
Apple heute eigentlich im Endeffekt kaum noch teurer als ein PC, wenn
man Preis/Leistung sieht.
> Ach ja und zu guter letzt zeigte er mir sogar Spiele auf dem Mac. Es
> gibt Spiele für Macs? Er hat mir UT2003 gezeigt, sowie Ghost Recon
> und noch irgend so ein Strategiespiel.
Was für Arbeits-Rechner natürlich drittrangig ist…
Also, ich als Entwickler weiß so manche Vorteile von Linux (resp.
unixoiden Systemen) schon zu schätzen. Alleine die echten Links sind
für mich immer wieder Gold wert, und die vielen kleinen Tools wie
grep, tail, find usw. brauche ich täglich.
Letzteres gibt’s wohl auch für Windows als Extra-Tools, okay.
Und die Konsole in Windows ist ja wohl auch etwas besser geworden,
aber an die Shells reicht sie noch lange nicht ran.
In die tieferen Schichten brauchen wir nicht gehen, die interessieren
den Bureau-Arbeiter eh nicht.
Bleibt noch Stabilität und Sicherheit. Ein Linux-System ist nicht per
se sicher, aber man kann es wenigstens viel besser absichern als
Windows. Und dafür sollte sich eine Firma halt einen anständigen
Admin leisten, zumindest stundenweise, geht ja auch.
Der kann dann zum Beispiel auch noch remote in einen Rechner, wenn
der Anwender es geschafft hat, die Oberfläche abzuschießen (was ich
schon lange nicht mehr erlebt habe), und das Problem beheben, ohne
Neustart und ohne auch nur den Hintern vom Stuhl zu hieven. ;-) Alles in allem, Linux ist (noch!) nicht für absolut jede Aufgabe
geeignet, aber sicher für den größten Teil gängiger Anforderungen.

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Re: Linux ist gut fuer Server, was bietet aber Linux im “Produktiv”-Bereich? - Sun gibt eigenes Linux-Desktopsystem off…

August 17th, 2008 | Category: Allgemein

linux Keine Standard-Applikationen die in der Firmenwelt benötigt
> werden,
> Ich meine nicht Office da gibt es ja Alternativen
> Wie sieht es aber aus mit Photoshop, Dreamweaver, Indesign, Quark,
> Avid o.
> Final Cut Pro, Logic Audio, Cubase etc.)
> Das sind alles Programme die in der Medienproduktion unabdingbar
> sind.
Für die Medienproduktion sicher, aber für meine Zwecke z.B. oder für
Sekretärinnen / Sachbearbeiter ist alles da was man braucht, und da
tuts dann auch mal ein Gimp statt eines Photoshop, ein Scribus statt
eines Quark und Vektorgrafikprogramme gibts auch.
Medienproduktion macht vielleicht 5% aller Arbeitsplätze aus, oder
eher weniger (in China ganz sicher weniger). Und mit dem
Medienbereich ist Apple sowieso verheiratet.
> 2. Linux hat keine einheitliche GUI was aber unabdingbar in einer
> Produktiv-Umgebung ist!
Nimmt man nur KDE (hier gibt es fast alle notwendigen Anwendungen)
oder nur Gnome, dann hat man eine einheitliche GUI. Es gibt hier ja
auch Ansatzpunkte wie Bluecurve, KDE und Gnome zusammenzubringen und
es gibt eine Initiative, die sich um Standards für den Linux-Dektop
bemüht.
> 3. Linux ist immer noch “relativ” umständlich zu installieren.
Das stimmt wohl für Gentoo, für SuSE und andere aber definitiv nicht.
> 4. Die Treibersituation ist teilweise “katastrophal”
Teilweise. Für meinen Drucker mußte ich mir ein Treiberprogramm
kaufen und mit dem Scanner bin ich nicht so ganz zufrieden. Aber hier
hat sich schon viel getan und wenn man eine Firma komplett mit Hard-
und Software ausrüstet, ist das ja kein Problem.
> Nun ich bin nicht der Hardware-Kenner aber ist denn Apple-Hardware
> wirklich so teuer? Klar das die 300-400Euro mehr kosten, man bezahlt
> ja auch für die entsprechende Qualität und den Namen, aber das ist
> bei IBM,Sony etc. auch nicht anders.
Bei Apple gibt es eben keine No-Name-Hersteller. Also muß man hier
zwangsläufig Äpfel (!) mit Birnen vergleichen. Brauch ich einen
Rechner für die Sekretärin, zahle ich im Apple-Store für einen 1,25
GHz Power G4 mit 256 MB RAM 1400,- Euro, einen PC mit ausreichender
Hardware für diese Aufgabe krieg ich für die Hälfte. Und wenn es nur
300,- Euro wären, statte mal eine komplette Abteilung mit 20
Mitarbeitern damit aus und Du hast 6000,- Euro zusammen.
Mac OSX ist toll, aber eben für fast alle Zwecke einfach ein
Overkill.

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