Re: Linux ist gut fuer Server, was bietet aber Linux im “Produktiv”-Bereich? - Sun gibt eigenes Linux-Desktopsystem off…
> dazu:Die Erweiterungsschnittstellen von Linux sind sehr stark ansdie
> Systeminterna gebunden. Deswegen kommt es auch immerwieder vor, dass
…
>Ein modernes,
> zukunftsicheres System zeichnet sich numal nichtnur dadurch aus, dass
…> definierte und in Grundzuegen unveraenderliche Schnittstellen
gibt,
> an die Dritte sich anbindenkoennen, ohne befuerchten zu muessen, dass
> ihr Code mit der naechstenVersion des Betriebssystems faktisch
> unbrauchbar geworden ist.
Das ist sicher richtig. Das Selbstverständnis der Systementwickler,
was hierfür der Grund sein dürfte, resultiert eben aus dem
Hackergedanken, aus dem Linux seinerzeit entstanden war. Hier
änderten sich die Schnittstellen wohl täglich. Man sieht an Projekten
wie XFree und den stable Versionen des Kernels allerdings, dass mit
der Zeit zunehmend auf abstraktere Modulschnittstellen gesetzt wurde,
die das Problem zunehmend entschärfen bzw. dies schon getan haben.
Wenn heute ein Grafikkartenhersteller also seine Treiber nur im
Binarypack herausgibt, dann hat das weniger Gründe darin, dass er die
Kompatibilität nur auf diese Weise garantieren könnte. Vielmehr, und
das gilt insbesondere für Firmen wie nVidia, die auch Grafikchips
herstellen, befüchtet man, aus der Arbeitsweise der Treiber auf
geheime Chipinterna (oder Firmeninterna) schließen zu können, was im
schnelllebigen und harten Geschäft auf dem Grafiksektor schnell zum
Ruin führt (ob das wirklich so wäre, sei dahingestellt). Leider wirkt
diese Philosophie auch bei den Komponenten der Chipsätze von nVidia,
und so geht auch hier die Treiberentwicklung nur sehr schleppend
voran.
> ist korrekt, wenn man nur die in die KDE intergrierten
> Anwendungenbetrachtet. Weitet man das Feld aus und begibt sich in die
> breitereOpen-Source Szene beginnt das, recht schnell nicht mehr wahr
> zu sein …>
Wieder ein Grundgedanke von Linux: Mannigfaltigkeit. Linux ist eben
nicht gleich KDE oder i386-Architektur. Die Vielfalt ist einer der
ganz großen Vorteile und deshalb braucht man das, was du hier
anbringst, gar nicht erst erwarten. BTW: KDE bietet inzwischen
ziemlich viel an Applikationen.
P.S.: irgendwas war mit den Zeilenwechseln und Kommentarabgrenzungen
so gar nicht in Ordnung…
Gruß!