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Re: Linux ist gut fuer Server, was bietet aber Linux im “Produktiv”-Bereich? - Sun gibt eigenes Linux-Desktopsystem off…

August 08th, 2008 | Category: Allgemein

Ne Anmerkung zur Überschrift: der “Produktivbereich” ist der Bereich,
der richtige Arbeit bei den Firmen machen muss, also das
Alltagsgeschäft abdeckt. Dazu gehören ganz vorneweg die Server…
> 1. Keine Standard-Applikationen die in der Firmenwelt benötigt
> werden,
> Ich meine nicht Office da gibt es ja Alternativen
> Wie sieht es aber aus mit Photoshop, Dreamweaver, Indesign, Quark,
> Avid o.
> Final Cut Pro, Logic Audio, Cubase etc.)
> Das sind alles Programme die in der Medienproduktion unabdingbar
> sind.
Die aufgezählten Applikationen sind in einem Teilbereich der
Industrie, wie du sagst, wichtig. Ich weiss nichts über deren Ports
auf Linux, aber jene tangieren, prozentual gesehen, nicht so
furchtbar viele Firmen. Aber alle Firmen benutzen Office- und
Groupware-Produkte, da punktet Linux doch schon ganz gut. Auch in
anderen Bereichen gibt es Alternativen zu den aus der Windows- und
MAC-Welt bekannten Produkten. Ich glaube, es wäre müßig, jetzt das
Aufzählen anzufangen, das bringt eh nichts.
> 2. Linux hat keine einheitliche GUI was aber unabdingbar in einer
> Produktiv-Umgebung ist!
> 3. Linux ist immer noch “relativ” umständlich zu installieren.
> 4. Die Treibersituation ist teilweise “katastrophal”
Die drei Punkte kann man irgendwie zusammenfassen: der Einsatz in
einer Produktivumgebung, wo der Anforderungskatalog recht genau
definiert ist und sich selten ändert, ist für Desktop-Linux heute
schon ideal. Hier kommt es nicht auf die ständige
Nachinstallierbarkeit von Software und Hardware auf Knopfdruck an,
ja, das ist sogar ziemlich unerwünscht (ich stimme dir aber zu, dass
es eine bessere Treiberversorgung geben sollte, aber das liegt an den
Firmen, nicht an den Linuxentwicklern). Hier kommt es eher auf die
Effizienz an, mit der die zu erledigenden Aufgaben gemacht werden
können, und da schneidet ein Desktop Linux mit der (quasistandard-)
Grafikoberfläche KDE genauso gut ab wie Windows (siehe c’t-Bericht
über diese Studie).
Installierbarkeit: es wird in Formenumgebungen in der Regel ein
Master erstellt, der dann per Rollout auf alle Maschinen verteilt
wird. Es ist ein leichtes, ein Linuxsystem auf diese Weise zu
verteilen (HD-Cloning oder Filecopy, alles bei mir in dieser Weise am
Laufen). Linux from the Scratch ist sicher eine Heidenarbeit, aber
Distris wie Suse bieten eine angepasste Installation auf Knopfdruck
an. Darin unterscheiden sich Linux und Windows heute auch nicht mehr.
Für den Rechner zuhause gelten richtigerweise andere
Gesetzmäßigkeiten: hier ist mal gerne ein Programm installiert oder
eine neue Hardwarekomponente zu konfigurieren. Da hat ein
Desktop-Linux ganz klar noch Nachteile in der Usability (nicht in der
Stabilität oder Virenresistenz).
> Ich möchte bewußt ein Betriebssystem als Konkurrent ins Auge fassen
> was mir vor kurzem aufgefallen ist. Mac OS X ja richtig das Unix
> und ich ziemlich begeistert war, wie der Unixunterbau mit vielen
> nützlichen und einfachen Tools gesteuert wird. Netzwerkeinstellungen
> etc. echt super simpel!
Ja, da haben die Appleleute sicher ganze Arbeit geleistet!
> Der Rechner hing übrigens an einem Linux-Server. Der Mensch von der
> Werbeagentur argumentierte mit einer sehr logischen Kette:
Hier tritt sich MS dann selbst in den Hintern, wenn sie jedes
Protokoll auf eine “eigene Art” interpretieren oder mit proprietären
Protokollen arbeiten. In solchen Umgebungen wie der, von der du
sprichst, grenzen sie sich dann selbst aus.
Gruß, Jürgen

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August 08th, 2008 | Category: Allgemein