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Linux vs. SCO in Down Under - SCO vs. Linux: OSDL sieht Linux-Anwender…

August 05th, 2008 | Category: Allgemein

linuxs geht um die australische Linux-Firma, die gegen SCO mit
Unterlassungsklagen vorgeht:

Übersetzung ins Deutsche: Dirk Hillbrecht, ohne Gewähr
Firma
aus Perth setzt SCO letzte Frist, IP-Ansprüche zu widerrufen
Sam Varghese, February 10, 2004
Die in Perth ansässige Open-Source-Firma Cyberknights hat der SCO
Group
eine letzte Frist gesetzt. Bis zum 13. Februar soll SCO ihre
behaupteten Ansprüche an geistigem Eigentum im Linux-Kernel ebenso
widerrufen wie ihr angekündigtes Lizenzprogramm zur Legalisierung der
Linux-Nutzung durch Dritte.
Leon Brooks, Chef von Cyberknights, hatte bereits am 21. Januar einen
entsprechenden Anlauf genommen und das Ultimatum am 2. Februar
wiederholt.
Am Montag hat Brooks nun auf anwaltlichen Rat hin erneut ein
Einschreiben und eine gleichlautende eMail an Kieran O’Shaughnessy,
den SCO-Geschäftsführer für den australischen und neuseeländischen
Markt, gesendet.
In dem Brief schreibt Brooks: “Der zentrale Punkt ist, dass die
SCO-Group Australien/Neuseeland (im Folgenden “TSG-ANZ”) lauthals
geistiges Eigentum in Linux geltend macht und behauptet, Linux-Nutzer
müssten eine Lizenz in Höhe von 999.00 AU$ pro Prozessor von TSG-ANZ
erwerben.”
“Nehmen Sie zur Kenntnis,” so der Brief weiter, “dass diese
Behauptungen eine arglistige Täuschung sind. Wenn TSG-ANZ die
Behauptungen nicht im selben öffentlichen Maße widerruft wie sie sie
vorher verbreitet hat, wird Cyberknights (im Folgenden CK) dagegen
energisch vorgehen und eine Verurteilung wegen Täuschung anstrengen.”
SCO hat letzten März gegen IBM in den USA Klage wegen Vertragsbruchs
erhoben. Weiterhin behauptet sie, Linux sei eine ungenehmigte
Ableitung von Unix und hat kommerzielle Linux-Nutzer gewarnt, sie
seien eventuell juristisch verantwrtlich für Verletzungen von
geistigem Eigentum.
Im Juni hat SCO seine behaupteten Ansprüche gegen IBM auf 3 Mrd. US-$
erhöht und IBMs Lizenz für deren eigenes Unix. AIX, widerrufen. Im
Juli hat SCO dann verlangt, Linux-Nutzer müssten Lizenzen von ihnen
für die Nutzung dessen kaufen, das sie als ihren Unix-Code
betrachten. Die Fristen für diese Lizenzprogramme hat SCO im späteren
Verlauf des Jahres verlängert.
Novell hat die Behauptungen SCOs über den Unix-Besitz bestitten.
Selbst wenn SCO einige Rechte an Unix habe, so könne Novell sie doch
jederzeit dazu zwingen, auf alle Ansprüche zu verzichten und außerdem
jedes von SCOs Rechten widerrufen.
In seinem Brief zitiert Brooks aus IBMs letzten Einreichungen vor
Gericht und führt aus, dass “eine Vertragsstreitigkeit ausschließlich
die streitenden Parteien, in diesem Fall TSG und IBM, betrifft, und
niemanden sonst.”
Brooks sagt, dass SCOs Vorgehen, Besitzansprüche an der für
Cyberknights grundlegenden Software anzumelden, sein Ansehen
beschädigt und “Angst und Unsicherheit unter den Kunden und
Interessenten von Cyberknights sät. Und dies sowohl direkt als auch
in Zusammenhang mit den Aussagen der Mutterfirma, TSG Inc. TSG-ANZ
fügt CK Schaden zu, den CK vollständig auszugleichen beabsichtigt.”
Um einen Kommentar gebeten sagte O’Shaughnessy, er habe bisher weder
das Einschreiben noch die eMail erhalten. “Davon unabhängig gebe ich
keinen Kommentar ab und habe kein Interesse daran, mit Brooks über
die Medien zu diskutieren”, so O’Shaughnessy weiter.

Ciao, Dirk

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