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Re: ACPI: Linux leugnet schon lange, Linux zu sein - Linux-Kernel 2.6.22 mit neuem WLAN-Stac…

Juli 17th, 2008 | Category: Allgemein

linux > Fakt ist, dass erst die
> > beschissene (weil jeden fehlerhaften Rotz akzeptierende)
> > Implementation von Microsoft in Kombination mit den beschissenen
> > (weil jeden fehlerhaften Rotz akzeptierenden) Compiler von Microsoft
> > für einen Großteil der ACPI-Probleme auf Betriebssystemen != Windows
> > verantwortlich ist.
>
> Deine Argumentation ist dämlich, ich habe aber auch nicht anderes
> erwartet ;-), da du schon Fakten liefern solltest, an welchen Stellen
> Microsoft die gängigen Spezifikationen falsch interpretiert. Es ist
> gerade ein Zeichen von Qualität, wenn die Spezifikationen sauber
> eingehalten werden, man darüber hinaus aber trotzdem noch so “gnädig”
> ist, alle möglichen Fehler schlucken zu wollen. Mit schlechter
> Implementation hat da sgar nichts zu tun, es ist doch eher nett, so
> zu agieren.
Na in der Realität führt das aber dazu, daß Windows “mehr”
implementiert als die ACPI-Spezifikation (praktisch ein MS-ACPI) und
daß dann die Windows-Marktmacht dazu führt, daß sich MS-ACPI
durchsetzt anstatt das original spezifizierte ACPI - weil die
Hardwarehersteller nur testen, ob ihre Produkte unter Windows laufen
und nicht, ob sie mit der Spezifikation übereinstimmen.
> Woran genau machst du nun also die schlechte Implementation bei
> Microsoft fest?
>
> > Wer das nachprüfen will braucht nur eine fast schon beliebige DSDT
> > nehmen und mal mit dem Intel-Compiler prüfen. Dieser wird meist
> > zwischen einem und dutzenden von Fehlern werfen, während der
> > Microsoft-Compiler alles schluckt.
>
> Wie gesagt, deine Annahme ist dumm, so lange beiden bei richtigen
> Werten gleich richtig arbeiten, ist doch alles in Butter. Schließlich
> kann sich niemand darauf verlassen, dass falsche Werte zu richtigen
> Ergebnissen führen, falls Microsoft dies doch versucht, ist es eben
> ein Dienst am Kunden.
Es ist deshalb nicht alles in Butter, weil eben viele ACPI-Tabellen
(der Hersteller) _nicht_ die richtigen Werte enthalten. Stattdessen
_verlassen_ sich die Hersteller darauf, daß ihre falschen Werte zu
richtigen Ergebnissen führen, und MS hat anscheinend auch kein
Interesse daran, das zu ändern.
Es läuft auf eine ähnliche Situation wie beim Internet Explorer und
dem HTML-Standard hinaus: Der IE hat die ganzen kaputten HTML-Seiten
akzeptiert, und jetzt stehen massig Seiten im Netz, die nur im IE
richtig angezeigt werden können. Das ging einigermaßen gut, solange
der IE der dominierende Browser war; aber jetzt wollen einige Leute
gerne auch den Firefox verwenden (weil er Funktionen mitbringt, die
der IE nicht hat); oder Leute wollen Webseiten über ihre Wii (mittels
Opera) oder vom Handy (ebenfalls mittels Opera oder einem anderen,
weiteren Browser) ansehen. Und spätestens da müssen jetzt die anderen
Browser-Hersteller die gleichen Fehlerkorrektur-Ideen einbauen, die
der IE benutzt. Und MS selbst ist darauf festgelegt, diesen Haufen an
Fehlerkorrektur-Mechanismen in allen zukünftigen IE-Versionen
einzubauen (und ist wohl beim IE7 nicht mehr so glücklich über dieses
Erbe).
Sorry für die Abschweifung zur Browserwelt :-) aber das Fazit bleibt:
MS hat im besten Fall nur einen “Dienst am Kunden” leisten wollen,
und die Hardwarehersteller haben Mist gebaut, indem sie sich auf die
Windows-ACPI-Implementierung verlassen haben. Aber das Ergebnis
dieser beiden Teile ist, daß die heutige Hardware eben nicht so sehr
PC-Hardware als viel mehr Windows-Hardware ist. Das halte ich für
eine unnötige Einschränkung: man ist an einen Software-Hersteller
gebunden, ohne dadurch tatsächlich Vorteile zu haben.

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