Jun 28
Re: Das sind objektive Argumente gegen Linux. @Linux-Fans: was sagt ihr dazu? - Sun: Linux-Nutzer wollen in Wirklichkeit…
> dazugehörigen Anmerkungen und Gegenargumente bestmöglich durch Fakten
zu untermauern.
Meine Herren, da ist ja ganz schoen was zusammengekommen ;)) Ich pick
mir mal die raus zu denen ich was sagen kann.
> GNU/Linux ist schwerer erlenbar als Windows oder MacOS - Fakten:
> * Die Lernkurve von GNU/Linux verläuft i.d.R. für den Benutzer
> unerfreulich.
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, das dies am jeweiligen
Nutzer bzw dessen Lernwillen liegt. Wer nur schnell klicken will,
ohne die Doku zu lesen, wird unter Linux meistens sicher nicht zum
Ziel finden. Ist bei manchen Windows-Anwendungen aber auch so, aber
diese Applikationen werden dann auch als schlecht abgetan. Wenn ich
mich unter meinen Bekannten so umschaue dann muss das bei denen immer
schnell gehen: starten, Knoepfchen klicken, ah geht, dann gut - geht
nicht, dann Applikation schlecht.
> * Die wichtigste Benutzerschnittstelle, das CLI, ist zwar effizient
> für Könner, aber unfreundlich gegenüber Lernenden (”rm -rf”).
Ja, aber ein Anfaenger muss sich nicht gleich mit der Bash, Csh, Ksh
etc rumschlagen. Gnu/Linux kann auch so eingerichtet werden das der
Benutzer damit gar nicht in Beruehrung kommt. In manchen Faellen
sicher auch besser
> * Der Schulungsaufwand für GNU/Linux- basierte Systeme ist de facto
> höher als der für Windows- Systeme, da Benutzer i.d.R. Vorkenntnisse
> für Windows besitzen, nur selten jedoch welche für UNIX.
Richtig, aber das muss dringend geaendert werden! Am besten in der
Schule schon anfangen. Natuerlich nicht nur Gnu/Linux sondern
natuerlich auch Windows und am besten auch MacOS. Wenn den Kids aber
dort schon beigebracht wird das es ausser Windows nichts anderes gibt
(Trifft nicht auf alle Schulen zu.) dann wundern mich die Aussagen
mancher Foren-Trolle hier nicht.
> Viele wichtige Anwendungen fehlen unter GNU/Linux - Fakten:
> Nahezu keine aktuelle Office- Software existiert in Portierungen für
> GNU/Linux; bei Textverarbeitungen und Tabellenkalkulationen gibt es
> Workarounds und einige Alternativen (OpenOffice.org, StarOffice
> u.a.), einige Anwendungsgruppen sind unter GNU/Linux jedoch überhaupt
nicht vertreten:
Da widersprichst du dir IMO. Oder ist die einzig wahrhaftig
existierende Office-Software MS-Office? Openoffice.org verfuegt doch
ueber alles notwendige und ist sogar weitgehend in der Lage MS-Office
Dokumente, Tabellen und Praesentationen anzuzeigen. Somit fuer mich
eine vollwertige Office-Software.
> * Beispielsweise gibt es keinen visuellen HTML-Editor mit Site-
> Management- Funktionalität, der auch nur ansatzweise mit Produkten
> wie Microsoft FrontPage, Macromedia Dreamweaver oder Adobe GoLive!
> vergleichbar wäre.
Die letzten beiden kenne ich nicht. Zum ersten sag ich nur: Gut so.
So ein Krampf-zeugs bei dem anschliessen HTML-Kot rauskommt der nur
vom IE vernueftig interpretiert werden kann ist keine Bereicherung.
Alternativen: Bluefish, Quanta z.B.
> * Die Dokumentation ist nur teilweise übersetzt; sie liegt i.d.R. in
> englischer Sprache vor. Teilweise sind die Übersetzungen stümperhaft
> und voller Fehler.
Trifft zumindest fuer deutsche Man-Pages zu, ist echt ein Greul.
Andere Uebersetzungen kann ich nicht beurteilen mangels Kentnisse der
anderen Sprachen
> * Es gibt keine Prüf- oder Kontrollinstanz, die beispielsweise die
> Arbeiten im LDP zertifiziert und überprüft, ob ein bestimmtes HOWTO
> beispielsweise noch aktuell ist.
IMO sollte das LDP dies selbst tun. Tut es aber wohl nicht.
> Das Updaten ist ein Glücksspiel:
> Die Aktualisierung eines aktuellen Windows- Betriebssystems ist
> innerhalb der empfohlenen Migrationspfade sicher; die Installations-,
Reparatur- und Aktualisierungsroutinen sind millionenfach geprüft und
zuverlässig. Probleme treten nur in seltensten Ausnahmefällen auf.
Dann gehoere ich mit diversen Updates wohl zu den Ausnahmefaellen.
Bein ‘ner nackten Installation mag das durchaus sein. Der absolute
Horror war die Migration hier von NT4 auf 2k *schuettel* _das_ will
ich nie wieder tun muessen. Gott sei Dank nutzen wir kein Exchange
> Bei GNU/Linux ist die Aktualisierung einer Distribution bei jeder
> Version ein Glücksspiel; es kann problemlos funktionieren, es sind
> jedoch auch Fälle bekannt, bei denen Fehler in der durch Fehler in
> der Update- Routine wichtige Daten gelöscht oder Partitionen
> überschrieben wurden. Ob ein Update funktioniert oder nicht ist
> hochgradig distributionsabhängig und teilweise Glückssache.
Puh ja. Besser war (ist kann ich nich beurteilen, s.u.) immer eine
Neuinstallation. RedHat war ein Greuel, nach dem Update fehlende
Abhaengigkeiten in wichtigen Libraries etc pp. Zum Glueck /home schon
bei meiner ersten RedHat (4.2 oder so) auf einer eigenen Partition
gehabt. Das machts dann leichter.
> Ausnahme bildet Debian GNU/Linux:
Jaaa, ein Segen. Durch oben gennanntes bin ich ueber den LFS-Umweg
dort gelandet.
> * Die Update- Mechanismen dieser nichtkommerziellen Distribution sind
überragend und “rock-solid”.
Full ACK.
> * Ausserdem hat Debian mit seinen fast zweijährigen Release- Zyklen
> die längsten Testphasen aller großen Distributionen.
Und das ist auch gut so. Hauptsache die Securityupdates stimmen, da
ist mir egal ob ich “veraltete” Pakete benutze solange sie sicher
sind und gefixed werden. Daheim auffem Desktop mag ichs aktueller,
ergo unstable.
> * Debian ist die einzige Distribution mit einem funktionierendem
> Downgrade- Konzept, beispielsweise von “Unstable” auf “Testing”, oder
von “Testing” auf “Stable” (Debian GNU/Linux 3.0 “Woody”).
Ich spiele ungern mit dem Feuer
Obwohl ich bisher immer nur
Erfolgsmeldungen darueber hoerte.
> Die Update-Mechanismen folgender Distributionen gelten als relativ
> stabil:
> * Red Hat Linux: 7.3 -> 8.0, 8.0 -> 8.1
Dann hat sich da ja was getan. Was ich oben erwaehnte betraf
Versionen vor 7.3
> Ständiger Wandel und Instabilität:
> “Nichts ist so beständig wie der Wandel”, zumindest in der GNU/Linux-
Welt; der Zwang zu permanenten Updates bewirkt Instabilität und eine
> sich permanent verändernde Arbeitsumgebung. Datenformate sind zwar
> meist offen, verändern sich jedoch ständig, oder Programme
> werdenersetzt durch andere Produkte mit inkompatiblen Datenformaten.
Hoeh? Wer zwingt mich denn zu staendigen Updates? Das klingt ja grade
so als muesste ich alle 2 Wochen die Distribution updaten. Dem ist
aber defintiv nicht so. Unser Fax-Server hier ist noch eine RedHat
6.2. Der rennt und rennt…
Upgedatet habe ich dort nur die relevanten Sachen, die ich dann
mangels Support natuerlich selber compilieren musste
Das waren
OpenSSL und OpenSSH.
Nur weil SuSE und RedHat alle halbe Jahre wieder ne neue Box auffen
Markt werfen ist doch niemand gezwungen sich diese zu kaufen.
> Im Gegensatz dazu gibt es in der Windows- Welt bei den führenden
> Applikationen stabile Datenformate, die zwar i.d.R. proprietär sind,
> dafür aber de facto- Standards bilden.
Ahja? MS-Excel 2000 Dokumente nicht zu oeffnen mit MS-Excel 97, in
der Tat absolut stabiles Datenformat :/ Und wir werden hier dennoch
keine Office2000 Lizensen kaufen! Eher werden wir Openoffice.org (wir
testen grade die Machbarkeit) einsetzen und auf einem Terminal-Server
eine Office2000 Installation zur Verfuegung stellen. Das kommt uns
bei weitem billiger als jaehrliche Zwangs-Ueberweisungen nach Redmond
durch Inkompatibiliateten in den Office-Formaten.
> Nur: Warum sind die Anbieter kommerzieller Distributionen nicht in
> der Lage, vergleichbar mächtige Tools zur Verfügung zu stellen?
Frag das mal die Distributoren, aber man hat ja zum Glueck die Wahl
>
> GNU/Linux ist anwenderfeindlich:
> Die Benutzung von GNU/Linux ist sowohl für normale Benutzer (”Joe
> User”) als auch für Administratoren riskanter und fehleranfälliger;
Als Administrator sollte ich wissen was ich tue und vor allem den
Standard-Alias rm = rm -i setzen, wieso das eigentlich nicht default
ist…
> Kommandos. Visuelle Schnittstellen sind aufgrund der immens
> gestiegenen Rechenleistung heutzutage möglich, es gibt daher
> eigentlich keinen Grund, auf sie und ihre Vorteile zu verzichten
> (haptische oder auditive Benutzerschnittstellen gibt es bisher nur
> bei Star Trek und beim Militär ;).
Auf visuelle Schnittstellen verzichte ich gerne da keine in der Lage
sein wird in einer vernuenftig und einleuchtenden Benutzerfuehrung
mit mir die Konfiguration verschiedener Dienste zu begehen. Die
meisten Windows-Dialoge halte ich fuer nicht tauglich. Einrichten des
DNS: Ich versuche mehrmals ihm mein Subnet bekanntzugeben,
Selbstverstaendlich gebe ich das Subnet rueckwaerts ein, so soll es
nunmal sein, also 25.168.192, warum zur Hoelle frag ich mich mag der
das nicht, ist doch nunma so. Ok, es stand wenn ich mich recht
entsinne oben
aber ich bin nunma gewohnt das Subnet so einzugeben,
das er es dann fuer mich umdreht will ich doch gar nicht. Da muss ich
ja umdenken. Und bitte welcher Benutzer der das erste mal vor einem
Rechner sitzt kommt auf die absolut daemliche Idee Start anzuklicken
um Windows zu beenden? Mhm aber ich bin vom Thema visuelle
Schnittstelle leicht abgerueckt. Keine GUI ist vernueftig dazu in der
Lage die Konfiguration eines komplexen Dienstes (bspw. SMTP (exim)),
eine GUI die all die netten Optionen und Schalter klar und
einleuchtend aufzubereiten so das der User auch noch durchblickt.
Dafuer sind die Konfigurationen einfach zu komplex, aber damit hat
der John User auch meist nix am Hut
> Je nach individuellem Typus kann das Arbeiten mit GNU/Linux extrem
> zeitraubend und iffezient sein, selbst bei der Erledigung einfachster
Aufgaben.
Da dies sehr vom Individuum abhaengt geb ich dir Brief