Jun 26

Re: Das sind objektive Argumente gegen Linux. @Linux-Fans: was sagt ihr dazu? - Sun: Linux-Nutzer wollen in Wirklichkeit…

Category: Allgemein

Leider war ich von Dir nicht direkt angesprochen. Was solls.
Zuerst: Ich benutze zu Hause Mac OS X (Powerbook), FreeBSD (bis vor
kurzem der Desktop, jetzt Applicationserver und Fileserver für
X-Anwendungen, mit Ausgabe auf dem Mac) und Windows XP (der Computer
meiner Lebensgefährtin). AUßerdem habe ich durch das jobben neben dem
Studium bei einem lokalen PC-Händler diverse Erfahrungen mit Windows
gemacht.
Ich gebe Dir in weiten Teilen Recht.
Bei vielen freien Projekten fehlt eine auseichende und aktuelle
Dokumentation (dafür sind sie halt kostenlos). Es fehlen einheitliche
Multimediaschnittstellen.
Es fehlt ein vernünftiger Update-Mechanismus (allerdings fehlt der
auch bei Windows). Es fehlt der Support für aktuelle Hardware (aber
das ist Herstellersache und die “Angst” vor unfreien Modulen im
Kernel).
Wenn man sich jedoch ein passendes System zusammenstellt und keine
tollen Multimediaanwendungen benötigt, dann fährt man mit Linux sehr
gut, keine Frage. Mir reicht mein Soundblaster 128.
Aber wo ist Dein Problem mit den Officeanwendungen?
Es gibt Firmen, die ihr Staroffice auch auf Windows nutzen, da es in
der Regel ausreicht und sehr viel günstiger als MS-Office ist.
Hast Du schonmal MS Office X gesehen? Danach lachst Du nur noch
Tränen wie ärmlich MS Office ind jeder Version unter Windows aussieht
(Bedienung ist fast gleich). LateX ist für mich unverzichtbar, mit
mathematischen Formeln kann kaum ein Programm besser umgehen.
Designer sollten eh lieber an einem schicken, gut aussehendem Mac
arbeiten :) Benutzerkomfort: Da willst Du doch nicht ernsthaft behaupten, daß
Windows da gut ist, oder? Der einzige Vorteil dort ist, daß viele
Leute mit der MS-Unlogik(tm) schon lange vertraut sind (bei mir ist
das seit MS-DOS 5.0). Joe Normalanwender kann nichtmal die Auflösung
und Farbtiefe zuverlässig alleine umstellen (kein Scherz, alles schon
erlebt). Dem hilft es auch nicht, daß er bei Windows herumklicken
kann.
Im Vergleich Mac OS X: Es gibt für fast alle viel genutzten
Funktionen Tastenkürzel, die mit der linken Hand gut erreichbar sind,
während man rechts die Maus hat (als Linkshänder habe ich natürlich
verloren), wo ist das bei MS?
Das Systemeinstellungsfenster ist meines Erachtens nach sehr logisch
strukturiert, durchschaubar und trotzdem gibt es Optionen über die
man sich jeden Tag wieder freut (beim Notebook sehr geile Sache: die
verschiedenen Netzwerk-Umgebungen). Die grafischen Oberflächen sind
intuitiv (kein rechte Maustaste auf Netzwerkumgebung -> Eigenschaften
-> rechte Maustaste -> usw. usf.) und vor allem SCHNELL bedienbar.
Wer ist überhaupt auf die unerreichbare Kombination Alt-F4 gekommen?
Sehr enutzerfreundlich :-/
Mailprogramme, ja, hier hat wohl jeder seine Favoriten. Der
vielzitierte “Normaluser” nutzt kein Outlook, der nutzt Outlook
Express, weil Outlook ihn zunächst mit Funktionen erschlägt. OE ist
auch nicht besser als Mozilla Mail oder andere (fetchmail oä. benutzt
wirklich kaum noch einer).
Jaja, die Drucker. Auch hier gäbe es eigentlich kaum Probleme, wenn
die Hersteller Treiber veröffentlichten (von mir aus Binaries) oder
mit freien Entwicklern kooperierten. Schnittstellen Probleme sollte
es keine geben, das einzige Problem ist, daß jeder Hersteller seinen
eigenen proprietären Mist zusammenzaubert.
Wäre es nicht toll, wenn alle xxx mal xxx Pixel
Farbtintenstrahldrucker mit dem gleichen Treiber funktionieren
würden?
Wo sind da die Standards? Computer wären so einfach, wenn nicht jeder
Hersteller zum anderen inkompatibel wäre.
Die Performance und das Aussehen.
WIll ich Windows? Nein. Kann Windows mir das bieten was ich will?
Nein.
ich habe lange mit Windowmaker auf 2 Monitoren gearbeitet.
Windowstaste öffnet Konsole und Menütaste öffnet das
“Ausführen”-Feld. Wenn man sich dran gewöhnt hat ist das traumhaft
schnell und einfach.
Sicher wollen viele das “gute” Windows, aber nur weil sie die
Alternativen nicht kennen. Keiner der mal längere Zeit Mac OS X
genutzt hat will noch zu Windows zurück (Ich benutze das selbst erst
seit ein paar Wochen und bin einfach begeistert).
Mac OS X ist einfach der Hammer. Die haben es echt geschafft ein
unixoides OS mit BSD Userland für Laien zugänglich zu machen und für
mich ist es immer noch möglich eine Konsole zu öffnen und meine
ganzen Kleinen Tools zu benutzen. Dummerweise hält sich der Glauben,
daß die Hardware zu teuer sei.
Naja, ich muß jetzt los. Heute ABend/Nacht kann es ja dann
weitergehen.
Hendrik Spiegel
P.S.: War das eigentlich die erste ERNSTHAFTE Argumentation gegen
Linux für Laien im Heise-Forum, die Postradamus geschrieben hat?

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