Archive for April, 2008

Re: Helfen die Linux-Entwickler MS, Linux zu begraben? - Mandrake Linux 9 für Xbox

April 11th, 2008 | Category: Allgemein

> Prinzipiell finde ich TCPA aber GUT!! Nur die Raubkopierer regen sich
> groß auf ;-) >
> Warum? Weil es besseren Schutz vor Mißbrauch bietet. Besonders wenn
> man kriminelle und vor allem terroristische Aktivitäten in Betracht
> zieht (z.B. DoS-Attacken, Sabotage der Stromversorgung etc.), dann
> fühle ich mich doch wesentlich sicherer, wenn unsere IT-Infrastruktur
> TCPA-geschützt ist. Außerdem bietet TCPA Vorteile für kommerzielle
> Softwareentwicklung, weil man damit Lizenzen leichter überwachen
> kann.
>
> Nachteile:
>
> - ermöglicht Wirtschaftsspionage par excellence (für
> TCPA-Betriebssystem-Hersteller)
> - bedeutet für Linux (und Open Source überhaupt) wohl das Aus
>
> Vielleicht gibt es dann aber auch TCPA-Linux von IBM, wer weiß.
Es ist genau das selbe wie mit einem Wärter der Tag und Nacht auf
einen aufpasst. Und es ist auch genau das gleiche aufpassen. Der
Wärter passt nicht darauf auf das Dir nichts passiert, sondern er
passt darauf auf das Du niemanden etwas tust. Sicher hat dies den
Vorteil das die Kriminalitätsrate sinkt, aber es hat ja wohl auch
gravierende Nachteile, oder nicht? Und genauso ist es mit
TCPA/Palladium auch und ich wünsche mir beides (Wärter und TCPA) nun
wirklich nicht, ich kann es auch nicht wirklich verstehen das es sich
jemand ernsthaft wünschen kann.

No comments

Re: Helfen die Linux-Entwickler MS, Linux zu begraben? - Mandrake Linux 9 für Xbox

April 09th, 2008 | Category: Allgemein

linux Freiheit auch lieber. Letztlich haben wir es aber nur den
> Raubkopierern zu verdanken, daß TCPA kommen wird. _Die_ haben uns
> letztlich die Freiheit genommen (vielen vielen Dank dafür :-(( )
Das ist Schwachsinn. Das glauben nicht mal die in der RIAA
organisierten Unternehmen selbst (die wissen sehr gut, daß nicht
jeder, der einen Britney-Song lädt, den auch kauft. Die wissen auch,
daß sie an der Entwertung des Contents durch ihre
Schnelldreher-Politik selbst schuld sind). Raubkopierer sind die
vorgeschobenen Prügelknaben, nicht die Ursache für TCPA und DRM.
Es geht um Marktkontrolle. Die Rechteinhaber haben den Medienmarkt
weitgehend monopolisiert und kontrollieren den verkauften COntent -
sowohl auf Produzenten- als auch auf Recipientenseite. Die
Produzenten (Künstler) sind von den Vertriebskanälen der
Rechteinhaber abhängig, die Konsumenten werden nur noch von den
Vertriebskanälen der Rechteinhaber beliefert (geh mal in einen
Plattenladen). Die Gewinne, die komplette Wertschöpfungskette ist dem
folgend an das Trägermedium (Schallplatte, CD) , nicht an das Produkt
selbst gebunden. Solang kein alternativer Vertriebsweg für das
Produkt ohne Trägermedium zur Verfügung stand, klappte das
hervorragend und garantierte (nicht zuletzt aufgrund verdeckter
Absprachen) saftige Gewinne. Alternative Anbieter, wie
Independent-Label, kamen gar nicht flächendeckend in den Markt (nur
an Hot Spots bei Special-Interest-Anbietern oder im Direktvertrieb -
beides beschränkte die Zielgruppe von vornherein) oder mußten sich
der entsprechenden Vertriebskanäle bei den Mayors bedienen. Mehrwert
der Medien, (Artwork et cetera) wurde mit der Zeit entbehrlich, die
Produktionskosten fielen, während die Medienpreise rapide stiegen.
Mit dem Internet entfiel die Kopplung von Produkt und Medium, die
entsprechenden Kunstwerke konnten ohne Qualitätsverlust und
Eigenkosten dupliziert und vertrieben werden. Theoretisch können
Künstler und Konsument sich ohne jeden zwischengeschalteten
Rechteinhaber direkt finden und auch direkt miteinander abrechnen,
die ehemals so mächtigen Plattenfirmen würden zu Dienstleistern
reduziert, die sowohl für den Konsumenten (in Form von Portalseiten)
als auch für den Produzenten (in Form von Micropayment-Clearing,
On-Site-Promotion et cetera) nur noch eng definierte und nicht mehr
monopolisierbare und damit gewinnarme Dienstleistungen erbringen
würden. Vor allem würde der Gewinnfaktor, mit dem massenhaften Absatz
eines Produktes (wie einer Robbie-Williams-CD) und der damit
günstigen Pre- und Post-Produktions-Kostenstruktur in einem per
Push-Medien manipulierbaren Markt Traumgewinne einzufahren,
wegfallen. Zugunsten einer breiten Kulturlandschaft, wo die
Produktionsbreite eines Produktes aufgrund der
Konsumentenemanzipation um Bruchteile geringer liegt und so die Pre-
und Postproduktion logischerweise einen wesentlich höheren Anteil am
Produktumsatz verschlingt und damit die Gewinne schmälert.
Ein weiterer, auch sehr ärgerlicher Punkt ist die nicht rücknehmbare
Eigentumsübertragung von Transportmedium und Produkt an den
Konsumenten, der damit machen kann, was er will. Er kann es bei
Kumples spielen, im Auto, zehn Jahre später bei der Hochzeit und
hundertt Jahre später kann er es (sofern die Technik dazu existiert)
auch bei seiner eigenen Beerdigung spielen lassen. Wichtig dabei: Er
kann selbst entscheiden, wo und unter welchen Umständen er das
Produkt konsumiert und wen er daran teilhaben läßt. Zusätzlich kann
er das Produkt weiterveräußern und so selbst Geld der
Wertschöpfungskette des Neuproduktemarktes entziehen (wer erinnert
sich nicht an die Forderung, auf 2nd-Hand-Medien eine Verkaufs-GEMA
zu erheben?). Ein unhaltbarer Zustand.
Infolgedessen wurde mit dem Containerprinzip der diversen
DRM-Techniken (nicht TCPA - diese Plattform begünstigt nur das
Clearing) zwei Probleme gelöst: Es existiert wieder ein
Transportmedium für das Produkt, das analog den CDs der
Pre-Internet-Ära eine entsprechende Ertragsschöpfungskette ermöglicht
(diesmal unter Ausschaltung des Vor-Ort-Handels) und das Produkt an
das (virtuelle) Trägermedium (DRM-Container) bindet. Dadurch kann die
Wertschöpfungskette der physikalischen Medienwelt 1:1 uf die digitale
Welt übertragen werden. Der Zwang zu derartigen Containern durch TCPA
bringt zusätzlich einen nicht umgehbaren Kostenfaktor ein, der die
Non-Profit-Kultur ad absurdum führt und ganz nebenbei durch
entsprechende Rabattierungssysteme oder gar eigene Gatekeeper-Dienste
den etablierten Häusern einen Kostenvorteil verschafft, der eine
entsprechende Monopolisierung des digitalen Marktes analog den
Märkten der nicht virtuellen Welt ermöglicht und so den ungeliebten
Stiefschwestern der Independent-Musiker die Kundschaft entzieht. Im
zweiten Weg kann zusätzlich der DRM-Container zeitcodiert sein, an
ein bestimmtes Abspielsystem gebunden werden, per Abspielung
abgerechnet und, sollte es wünschenswert sein, sogar nachträglich
manipuliert und gelöscht werden - inklusive der enthaltenen Daten.
Dem Käufer wird die freie Verfügbarkeit des Produktes abgesprochen,
schließlich will man auch an seiner Beerdigung mitverdienen.
Angenehmer Nebeneffekt ist, daß die “Szene” gleich noch die gesamte
Infrastruktur selbst stellt - von den Servlets für den Vertrieb bis
zu den Fansites für die Promotion. Und man so nur noch das Geld
“einsammeln” muß - beim DRM-Umsatz-Clearing…
Das sind die grundsätzlichen Erwägungen, die zu DRM/TCPA führten,
nicht ein paar Raubkopierer, die die in den Großmärkten stehenden CDs
nicht für geldwert halten, aber auch die Katze im Mailorder nicht im
Sack kaufen wollen und deswegen in den Tauschbörsen zum Reinhören
runterladen…
CU

No comments

Re: Was Linux nicht umbringt macht Linux stark - SCO vs. Linux: Beruhigungspille für die …

April 09th, 2008 | Category: Allgemein

Ob es um die GPL alleine geht oder nicht, ist nicht entscheidend.
Entscheidend ist, dass es insbesondere und nicht im geringeren Maße
_auch_ um die GPL geht, und nicht ausschliesslich um
Lizenzverletzungen, die zwar im Rahmen der GPL stattgefunden haben
sollen, diese (also die GPL) an sich aber nicht weiter betreffen
würden.
Ganz im Gegenteil: der Kampf um die Rechtmäßigkeit der GPL wird
zunehmend in den Vordergrund gestellt. Da wird z.B. behauptet, dass
OpenSource jedes Copyright missachten würde, dass es der
amerikanischen Verfassung zuwiderlaufen würde, und “So wie diese (die
RIAA) die Verletzung des Urheberrechts an Musikstücken mit allen
Mitteln bekämpfe und dafür vom amerikanischen Kongress die Waffe des
Digital Millennium Copyright Acts (DMCA) bekommen habe, so werde SCO
die GPL mit allen Mitteln bekämpfen.”
Q: http://www.heise.de/newsticker/data/jk-05.12.03-000/
Hier wird nicht bloß auf ein angebliches Urheberrecht gepocht, hier
wird die GPL selbst massiv und frontal angegriffen.
Der Versuch wird kläglich scheitern fürchte ich (nicht wirklich ;)),
und damit die Chancen künftiger Angriffe solcherart schmälern, die
die Rechtmäßigkeit der GPL und ähnlicher offener Lizenzen in Abrede
stellen möchten.
supernovae

No comments

Linux wird Professionell… Linux tötet… - Linux-Cluster für die Waffenforschung

April 08th, 2008 | Category: Allgemein

Um was anderes geht’s ja hier nicht.
Klar, daß die Pro-Freiheit’ler “ihr” OS verteidigen… Aber…
wie ist das echt zu werten ?
Wie ist das Engagement der Firmen zu werten, die damals die NAZI’s
unterstützten ? Wie sind Firmen heute zu werten, die auf Kinderarbeit
und ärgste Ausbeutung setzen ? Wenn eine Firma in der 3. Welt
Personal zu einem Tarif beschäftigt, die nur Kinderarbeit zuläßt…
akzeptiert ihr auch “Wir bieten [ die Jobs ] nur an… Was die Leute
daraus machen ist ihr Bier”.
IMHO ist die Welt _gottseidank_ weit genug, um Firmen in die Pflicht
zu nehmen… Beispiel die Campagne “Nestle tötet Babies” damals, das
Versenken der Ölplattform, ..
Es kann nur schlimmer werden, wenn man sich zurücklehnt und
argumentiert “Ich stelle die H-Bomben nur her, sie werden von jemand
anders benutzt”.
Einige Firmen - auch in der EDV - erkennen ihre Verantwortung…
Manche HW-Hersteller weisen beispielsweise direkt auf Rechnungen
darauf hin, daß die Verwendung ihrer Komponenten in Waffensystemen
und Kernkraftwerken untersagt ist.
Und jetzt mal ein gewagter Gedanke:
Glaubt ihr echt, daß die M$’ler nicht fähig wären, vernünftige
Cluster zu bauen ? Pfffhhh… Die beschäftigen mehr Coder als zB
IBM… Wieso sollten nur die M$’ler zu dumm sein, sowas zu bauen ?
Nur _wozu_ braucht man wirklich massiv parallele Systeme ? IMHO ist
das Einsatzgebiet gering. Waffenforschung, Wetter, Astrophysik, dann
bleibt nicht mehr so viel. Könnte es nicht sein, daß sich M$ seiner
VErantwortung bewußt ist und absichtlich nicht sowas produziert ?
Weil es ihnen eben _nicht_ egal ist, was mit ihrem KnowHow passiert ?

No comments

Re: SCO ist eine Scheinfirma - Linux will nur Aufmerksamkeit…. - SCO vs. Linux: Suse Linux soll SCO-Code …

April 08th, 2008 | Category: Allgemein

> …denn man ehrlich, gerade bei Linux gültet: “Auch schlechte Werbung
> ist Werbung”. Wenn jetzt die Heisianer in den Mediamarkt gehen,
> werden sie automatisch zu SUSE greifen, weil sie das schonmal gehört
> haben.
Nur weil du alles kaufst was du schon mal gehört hast, muss das nicht
auf alle her zutreffen. Andere informiern sich erst und nutzen dann
aus überzeugung Linux.
> Das böse Erwachen gibts dann bei der Installation, wenn man
> kein geliebtes NTFS und Directx installieren kann. Gerade die Gamer
> werden sich da ärgern.
Siehe oben. NTFS braucht man nicht wirklich. Ist also kein Verlust.
Das es DirektX gibt war damals ein Mangel an Windwos. Inzwischen
gehört es dazu.
> Klar in den Bereichen Office und so ist das
> nicht so übel, aber die Jungs in Redmond im sonnigen Kalifornien
> haben es einfach mehr drauf. Dort herrscht auch noch eine klare
> Kommandostruktur und die Leute müssen sich ihr Geld durch gute Arbeit
> verdienen
Ja, Kommandostruktur wie beim Millitär und gute Arbeit sieht anders
aus.
> - und wer möchte sich mit einem Steve Ballmer anlegen?
Feigling, klar kann man sich mit ihm anlegen.
> Ich bleibe dabei - SCO ist ein Zusammenschluss diverser
> Distributionen.
Kannst du auch, stehst aber alleine damit.

No comments

Was Linux nicht umbringt macht Linux stark - SCO vs. Linux: Beruhigungspille für die …

April 03rd, 2008 | Category: Allgemein

linuxolle an der Sache ist: hier macht sich nicht bloß eine Firma
lächerlich, hier geht nicht bloß eine x-beliebige Firma den Bach
runter, die Linux und der OS-Community eine Zeitlang Ärger bereitet
hat und von der man in ein paar Jahren nur noch vom hörensagen weiß.
Hier zerbröselt vielmehr eine ganze Angriffsfront gegen Linux und
OpenSource, was zu einer verstärkten Immunisierung vor zukünftigen
Frontalattacken solcherart beiträgt, die das in Abrede stellen der
Rechtmäßigkeit offener Lizenzmodelle zum Gegenstand haben.
Oder anders ausgedrückt: SCOs Scheitern wird nicht nur ein kurzer
Triumph sein, ein vorübergehender Sieg über einen unliebsamen Ekel.
Vielmehr wird SCOs Absturz zur dauerhaften Veredelung und Solidität
der GPL und ähnlicher Lizenzmodelle beitragen, sowie zur
Immunisierung vor künftigen potentiellen Angriffen solcherart.
Wer frontal gegen Linux vorgehen und die Rechtmäßigkeit offener
Lizenzmodelle in Abrede stellen möchte, wird es zukünftig sehr schwer
haben. Derjenige wird sich bald mit dem Fall SCO konfrontiert sehen
und sich lieber alles nochmals durch den Kopf gehen lassen
(vorausgesetzt er findet überhaupt Sponsoren, die dieses Risiko
mitzugehen bereit sind).
Wer auch immer hinter dieser großangelegten Frontal-Kampagne gegen
Linux und OS stecken möchte (an Spekulationen möchte ich mich nicht
beteiligen), er hat sich jedenfalls seine Grube selbst geschaufelt.
Insofern dürfte man SCO sogar dankbar sein!
supernovae

No comments

« Vorherige Seite