Re: Immer nur Linux, Linux, Linux… - Der Staat als Vorreiter für Open Source
linuxh denke mal, das sich die meisten der open-source-gemeinde in
> erster linie software für linux proggen, und da ist es nur normal
> wenn linux wesentlich öfter erwähnt wird
Ersteres stimmt wohl kaum. Normalerweise bemüht man sich als
Open-Source-Programmierer schon, plattformübergreifend zu
programmieren. So schwer ist das ja auch nicht, denn auf Source-Ebene
sind die Systeme doch recht kompatibel zueinander. Zumal Linux wie
FreeBSD nur der Kernel ist, und der ganze Rest des Systems (GCC,
Emacs, XFree86, KDE, etc.) ist weitgehend dasselbe. Vielleicht hat
man einen anderen vi, und die BSD-Tools statt den GNU-Tools. Und
natürlich kann sich die Installation von FreeBSD in der
DAU-Freundlichkeit nicht mit SuSE messen.
Alle Flamer, die mit Linux nur pickelige pupertierende und sexuell
frustrierte Hacker assoziieren können, sollten sich mal das
Personalprofil bei Microsoft anschauen. Die stellen auch bevorzugt
ganz junge Leute mit einem einfachen (BS) Abschluß ein, um sie
innerhalb von ein paar Jahren in langen Arbeitswochen zu verheizen.
Da ist Open Source dagegen eine Wohltat: Denn sich selbst verheizt
niemand. Gegen Dilbert-typische Kommunikationsschwierkigkeiten von
Geeks mit dem anderen Geschlecht hilft das natürlich nicht, und auf
die Parties, auf die Geeks so gehen (LAN-Parties, Hackerkongress
verirren sich die Damen eben auch nicht so oft. Trotz süßer Pinguine.
die Abwärtsspirale von Linux beginnt - Red Hat Linux heißt jetzt Fedora Linux
Hi,
Ich persönlich würde mal sagen, das war der absolute Todesstoß für
Linux.
Warum?
Ganz klar. Nehmen wir mal eine Software-Firma mit semiprofessionellen
und Home-Kundenbereich, also da wo die meiste Software umsatzmäßig
und verbreitungstechnisch herkommt. In dem Bereich gibt es so gut wie
noch keine fertige _kommerzielle_ DAU-Software. (z.B. Videoschnitt,
CAD, Spiele, Edutainment etc…). Diese Firma (wir nenne sie mal
“Fa.Unentschlossen”) überlegt sich ggf. Linuxprodukte rauszubringen.
So nun hört “Unentschlossen”, das mit die größte Distri nicht mehr
existiert bzw. in die Hand von langhaarigen Zotteln zurückgegeben
wurde. Ob da irgendwelche Splittergruppen entstehen ist ungewiss.
Für welche Distri soll “Unentschlossen” nun seine Software
rausbringen? Für Suse? Auch Suse liebäugelt wohl mehr mit dem
Servergeschäft. Für Mandrake? Eine Firma die am Rande der Insolvens
baumelt?
Wohl kaum. “Unentschlossen” wird erstmal garnix im Linuxsektor tun,
abwarten, warum auch voreilige Portierungen anstreben, wenn noch
nicht bekannt ist, für welche Distri die DAU-Treiber-Implementationen
erfolgen werden und die meisten Kunden sowieso WinDAUs sind?
Und genauso werden es die Hardwarehersteller sehen, die natürlich auf
eine entsprechende Mainstream-Linux-Plattform schielen. Fazit: Eine
neue Abwärtsspirale für Linux ist eingeläutet.
Gruß, Rudi
P.S.
Es ist traurig immer recht zu behalten, aber wie ich schon immer
sagte: Es gibt nur eine Konstante und das ist M$.
P.P.S.
Alltagsbeispiel
War gerade im Laden und wollte mir DVB Karte holen. Hab nach Linux
gefragt. “Keine Ahnung”. Schau ich in Suse Datenbank: nicht gelistet.
Es gibt zwar offensichtlich Treiber dafür, aber laufen die (und mit
welchem Aufwand) auf dem Linux was ich mir vielleicht mal zulege….
Nach dieser Meldung, brauch ich wohl solche Überlegungen nicht mehr
anstellen:-(
Re: Linux wird Professionell… Linux tötet… - Linux-Cluster für die Waffenforschung
jaja, wieder mal den ganzen thread nicht gelesen, alles schon
wiederlegt…
> Um was anderes geht’s ja hier nicht.
>
> Klar, daß die Pro-Freiheit’ler “ihr” OS verteidigen… Aber…
> wie ist das echt zu werten ?
>
> Wie ist das Engagement der Firmen zu werten, die damals die NAZI’s
> unterstützten ? Wie sind Firmen heute zu werten, die auf Kinderarbeit
> und ärgste Ausbeutung setzen ? Wenn eine Firma in der 3. Welt
> Personal zu einem Tarif beschäftigt, die nur Kinderarbeit zuläßt…
> akzeptiert ihr auch “Wir bieten [ die Jobs ] nur an… Was die Leute
> daraus machen ist ihr Bier”.
>
schön, dass du dich im falle linux engagierst, aber bei MS, Infineon,
Siemens, SCO etc. dich nicht dafür interessierst.
> IMHO ist die Welt _gottseidank_ weit genug, um Firmen in die Pflicht
> zu nehmen… Beispiel die Campagne “Nestle tötet Babies” damals, das
> Versenken der Ölplattform, ..
>
> Es kann nur schlimmer werden, wenn man sich zurücklehnt und
> argumentiert “Ich stelle die H-Bomben nur her, sie werden von jemand
> anders benutzt”.
linux ist ein werkzeug, keine waffe, wie eine H-Bombe. Rotbändel
stellt auch keine waffen her, sondern Hämmer und damit wurden auch
schon menschen erschlagen. was nun? auch wurden deren hämmer sicher
auch schon militärisch genutzt.
>
> Einige Firmen - auch in der EDV - erkennen ihre Verantwortung…
> Manche HW-Hersteller weisen beispielsweise direkt auf Rechnungen
> darauf hin, daß die Verwendung ihrer Komponenten in Waffensystemen
> und Kernkraftwerken untersagt ist.
>
> Und jetzt mal ein gewagter Gedanke:
> Glaubt ihr echt, daß die M$’ler nicht fähig wären, vernünftige
> Cluster zu bauen ? Pfffhhh… Die beschäftigen mehr Coder als zB
> IBM… Wieso sollten nur die M$’ler zu dumm sein, sowas zu bauen ?
>
würdest du deren produktankündigungen kennen, wüstest du, dass das
seit jahren geplant, aber noch nicht umgesetzt ist.
> Nur _wozu_ braucht man wirklich massiv parallele Systeme ? IMHO ist
> das Einsatzgebiet gering. Waffenforschung, Wetter, Astrophysik, dann
> bleibt nicht mehr so viel. Könnte es nicht sein, daß sich M$ seiner
> VErantwortung bewußt ist und absichtlich nicht sowas produziert ?
> Weil es ihnen eben _nicht_ egal ist, was mit ihrem KnowHow passiert ?
fregatten, zerstörer, raketenschnellboote, flugzeugträger,
atomuboote, nahezu alle pc des pentagon ausgerüstet mit NT oder W2K.
sonst noch anmerkungen?
mfg
m
Re: Immer nur Linux, Linux, Linux… - Der Staat als Vorreiter für Open Source
>
> > Welche Chance hat denn z.B BSD in der
> > Oeffentlichen Verwaltung eingesetzt zu werden? Vermutlich gar keine.
>
> Kommt Zeit, kommt Rat. Reg Dich nicht auf und wart noch zehn Jahre.
> Dann wachsen auch den Bürokraten Hörnderl.
>
> > Welche Chancen hat eine exzellente Linux-Distribution wie Debian?
> > Wahrscheinlich ebenso schlechte.
>
> Das ist aber erst mal halb so wild. Wichtig ist, dass es sie gibt.
> Und dass jederzeit jeder darauf zurückgreifen kann. Ich glaub sowieso
> nicht, dass die Suse so geilen Profit mit ihren Distris macht. Die
> machen ihr Geld mit Linux-Dienstleistungen. Und ich wette, wenn es
> der Kunde wünscht, werden die auch GNU/Linux anfassen und anpassen.
> Lustige Vorstellung. Kicher.
>
> Zum Zuge kommen die kommerziellen
> > Distributionen, die von IBM protegiert werden und die werden den
> > Einsatz von Debian oder BSD natuerlich mit allen Mitteln zu
> > verhindern versuchen.
>
> > Eine haessliche neue Linux-Welt zeichnet sich da ab.
>
> Sei nicht so pessimistisch. Ich würde wirklich ne Kiste Champagner
> wetten, dass die Open-Source-Welt in 10 Jahren schöener denn je sein
> wird. Nullinger Ironie dabei.
>
> Gruß
> EnricoB
Genau, ich seh in SuSE und RedHat mit IBM und Anderen so eine Art
Türöffner. Ist die Tür erst mal auf, ist auch Platz für Debian und
Andere.
.
.
.
.
Re: Helfen die Linux-Entwickler MS, Linux zu begraben? - Mandrake Linux 9 für Xbox
linux > Nur TCPA-signierte Betriebssysteme. Näheres siehe
> > http://moon.hipjoint.de/tcpa-palladium-faq-de.html
>
> aha, und du bist dir sicher dass du dein tcpa-faq auch wirklich
> gelesen hast?
> wo steht da was, dass ich auf dem rechner nicht linux oder ein bsd
> installieren kann?
Wenn Linux oder BSD zertifiziert ist, ist es kein Problem. Aber wer
zahlt das? GPL funktioniert dann nicht mehr. Wenn überhaupt, wird es
nur noch kommerzielle Distris geben. Der Vorteil von GPL-Linux liegt
doch gerade darin, daß Anwenderwünsche sofort in die Tat umgesetzt
werden können und daß jedermann davon profitiert. Proprietäre
TCPA-Linux-Versionen werden den anderen Systemen (Windows, MacOSX)
aber immer hinterherhinken. Warum sollte man dann noch Linux nehmen?
> > Apple-Rechner werden auch TCPA-konform sein. Irgendwann wird es nur
> > noch TCPA-Rechner geben.
>
> Klar, glaubst du dass sich jemand in eine derartige Abhängigkeit
> begibt, wenn er vertrauliche oder extrem wichtige Inhalte/Funktionen
> schützen will?
Lies mal die FAQ (”die Regierungen sind ganz scharf darauf”).
> Meinst du ein staat begibt sich in die abhängigkeit,
> dass seine komplette EDV nicht mehr funktioniert, bloss weil Billy
> Boy die Lizenzen für diese Rechner sperrt?
Europa täte besser daran, nicht auf außereuropäische Produkte zu
setzen. Aber das ist ein Kapitel für sich.
> > Prinzipiell finde ich TCPA aber GUT!! Nur die Raubkopierer regen sich
> > groß auf
>
> aha, von dem Inhalt des von dir zitierten FAQs scheint nicht sehr
> viel übrig geblieben zu sein, sonst würdest du wohl etwas kritischer
> an TCPA rangehen.
Ich finde es _prinzipiell_ gut (vom technischen Konzept her). Welche
negativen Auswirkungen das ansonsten hat, zeigt ja das FAQ. Darauf
brauche ich nicht näher einzugehen.
> sicher… DoS Attacken.. glaubst du, dass Pakete eines nicht
> TCPA-Rechners nicht mehr im Internet geroutet werden oder wie? DoS
> Attacken wird es dann genauso geben wie heute.
Nein, das könnte man durch Protokolländerungen in den Griff bekommen
und dadurch nebenbei auch den Spammern das Wasser abdrehen.
> deine sabotage-der-stromversorgungs-geschichte ist ja auch nett.
Ok, es gibt bessere Beispiele
Aber z.B. die USA ist gerade um die
Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur besorgt. Warum wohl? Und kannst Du
sorglos mit Kreditkarte im Internet einkaufen?
> mag sein, aber es wird auch nach wie vor ein TCPA-loses Linux geben.
Für eine Weile schon. Solange es dafür Hardware gibt. Ich hoffe nur,
daß die Nachfrage groß genug bleibt, daß sich die Herstellung von
TCPA-loser Hardware auch langfristig lohnt. Notfalls werden die
Linuxer/BSDler sich ihre Hardware selber bauen (müssen).
Re: die Abwärtsspirale von Linux beginnt - Red Hat Linux heißt jetzt Fedora Linux
linux nun hört “Unentschlossen”, das mit die größte Distri nicht mehr
> existiert bzw. in die Hand von langhaarigen Zotteln zurückgegeben
> wurde.
Auch bei RedHat arbeiten “langhaarige Zottel” zudem wird RedHat schon
noch drauf schauen, was da pssiert - aleine schon um gewisse Teil für
das “richtige” RedHat zu nutzen.
> Ob da irgendwelche Splittergruppen entstehen ist ungewiss.
Wieviele RedHAt-Ableger gibt es bisher? Auf den einen oder mehr kommt
es da auch nichtmehr an - ist eher positiv, wenn man sich “seine”
Distribution aussuchen kann.
> Für welche Distri soll “Unentschlossen” nun seine Software
> rausbringen?
Wieso muss die Distributionsabhängig sein?
> Und genauso werden es die Hardwarehersteller sehen, die natürlich auf
> eine entsprechende Mainstream-Linux-Plattform schielen. Fazit: Eine
> neue Abwärtsspirale für Linux ist eingeläutet.
Für Hardware-Treiber ist die Frage nach der Distribution noch
uninteressanter (bei ersteren könnte ich es in gewissem masse
nachvollziehen, wenn das nur als Binary verteilt werden soll und die
gegen bestimmte Lib-Versionen linken wollen…) da ist nur der KErnel
interessant, und der ist bei allen Distributionen gleich (abgesehen
von zusätzlich einkompilierten modulen etc.)
> P.S.
> Es ist traurig immer recht zu behalten, aber wie ich schon immer
> sagte: Es gibt nur eine Konstante und das ist M$.
Stimmt, konstant am abstürzen
> P.P.S.
> Alltagsbeispiel
> War gerade im Laden und wollte mir DVB Karte holen. Hab nach Linux
> gefragt. “Keine Ahnung”. Schau ich in Suse Datenbank: nicht gelistet.
> Es gibt zwar offensichtlich Treiber dafür, aber laufen die (und mit
> welchem Aufwand) auf dem Linux was ich mir vielleicht mal zulege….
Schreib die Hersteller an, dass die die Speifikationen
veröffentlichen sollen oder selber nen Treiber entwickeln, so lange
die da irgendwelche Details geheim halten wollen, was ich nicht
verstehen kann, wird das halt nichts.
> Nach dieser Meldung, brauch ich wohl solche Überlegungen nicht mehr
> anstellen:-(
Den Zusammenhang sehe ich nicht.